© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. KG www.jungefreiheit.de 45/24 / 01. November 2024

Meldungen

„Die Zeiten des billigen Orangensafts sind vorbei“

NIEDER-OLM. Der Familienunternehmer Lars Wagener hat die hohen Saft- und Nektarpreise gegen die Kritik von Verbrauchern verteidigt. „Die Rohstoffpreise für Orangensaft sind innerhalb von zwei Jahren förmlich explodiert. Saftkonzentrat kostete uns sonst 2.000 bis 3.000 Dollar je Tonne. Nun sind es mehr als 7.000 Dollar“, erklärte der Vorstandschef der Eckes-Granini Group im Handelsblatt. Das liege vor allem an Ernteausfällen in Brasilien, woher 80 Prozent des Orangensafts weltweit stammten. „Die Zeiten, in denen Orangensaft günstiger war als Cola, sind vorbei. Deutsche Verbraucher müssen sich darauf einstellen, daß hochwertige natürliche Lebensmittel immer kostbarer werden“, meinte der frühere Geschäftsführer der Laurens Spethmann Holding (Meßmer-Tee). Bis auf Pfirsiche seien derzeit alle Früchte knapp: „Der Preis für Schwarze Johannisbeeren hat sich verdoppelt. Rhabarber ist kaum noch zu haben.“ Auch die aktuelle Apfelernte sei schlecht: „Wir erwarten im nächsten Jahr Mehrkosten von über 100 Millionen Euro. Die können wir als Mittelständler nicht einfach so auffangen“, so Wagener. Aber Eckes-Granini sei seit 1857 in Familienhand, und die „Familie steht auch in Krisenzeiten eng zum Unternehmen“. (fis)

 www.eckes-granini.com/unternehmen




Mehrheit von 59 Prozent unterstützt Energiewende

DÜSSELDORF. Trotz Preissteigerungen und Deindustrialisierung unterstützt weiterhin eine Mehrheit von 59 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland die Energiewende. 25 Prozent sind unentschieden, und nur 16 Prozent der Befragten sind dagegen. Das zeigt eine Studie der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung (Working Paper Forschungsförderung 354/24). Entsprechend den Parteipräferenzen zeichneten sich klare Unterschiede ab: Grünen- und Linken-Anhänger sind zu 93 bzw. 90 Prozent Energiewende-Befürworter, bei der SPD sind es 83 Prozent sowie bei Union und FDP je 67 Prozent. Selbst bei den Anhängern von BSW und AfD gebe es 41 bzw. 24 Prozent Energiewende-Unterstützer. Immerhin ist aber inzwischen eine knappe Mehrheit aller Befragten der Meinung, daß „die Kernener­gie und einige Kohlekraftwerke auch in Zukunft als Übergangsenergiequellen für die Industrie benötigt werden“. (fis)

 www.boeckler.de



Zahl der Woche

29,7 Millionen Hektar der Fläche Deutschlands (50,3 Prozent) waren 2023 Agrarland. 10,7 Millionen Hektar (29,9 Prozent) waren bewaldet, 3,4 Millionen Hektar (9,5 Prozent) waren Siedlungsfläche (einschließlich Berg- und Tagebau, Gruben und Steinbrüchen), 1,8 Millionen Hektar (5,1 Prozent) Verkehrsfläche und 800.000 Hektar (2,3 Prozent) Gewässerfläche. Der Rest waren „Unland“ wie Felsen, früheres Bergbau- und Militärgelände oder ungenutzte Vegetationsflächen wie Heideland, Moore, Sümpfe, Gehölze und Gewässerbegleitflächen.

Quelle: Statistisches Bundesamt